Leitgedanken  Arbeitsinhalte  Zur Person  Kontakt
 
Von Vorbildern lernen.
 
 Beratung
Bildung
Forschung
Fundraising
Charta
 
Mediathek
 

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gründete die irische Nonne Mary Aikenheas ein Hospiz zur Pflege Sterbender. 'Hospiz' sollte den Durchgangscharakter des Todes verdeutlichen. 1842 eröffnete Madame Jeanne Garnier in Lyon ein Hospiz, speziell für Sterbende. Zeitgleich wurden ähnliche Häuser von Dominikanerinnen in New York gegründet.

Die Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin Cicely Saunders (1918-2005) begründete 1967 die konzeptionelle Hospizarbeit im Londoner St. Christophers Hospice mit Schmerztherapie, Pflege, ambulanter Perspektive und ehrenamtlicher Mithilfe.
Die Psychiaterin Elisabeth-Kübler-Ross (1926-2004) veröffentlichte 1969 die 'Interviews mit Sterbenden' ('On Death and Dying'). In dem sie sich auf krebskranke und sterbende Menschen einließ, erfuhr sie, wie die Schwerkranken mit ihrem Sterben umgehen und welche Hilfen nötig sind. Sie beschrieb zudem die sogenannten 'Sterbephasen'.

Von Saunders ist der Gedanke bekannt, dass sie sich bewusst der Versorgung von Tumorpatienten widmete. Sie war sich sicher, dass es ihr nicht gelingen würde, neben ihrer Hinwendung zu den Krebserkrankten, auch die Misere in der Versorgung alter und hochbetagter Menschen aufzugreifen. Bis heute richten sich Hospiz- und Palliativangebote zumeist an tumorerkrankte Menschen und haben für diese ein umfangreichen know how entwickelt.

Hospizarbeit und Palliative Care für hochbetagte und von Demenz betroffene Menschen rücken erst langsam unter dem Begriffen 'Palliative Geriatrie' und 'Altershospizarbeit' in das Bewusstsein der Gesellschaft. Großen Verdienst daran hat die Wiener Ärztin DDr. Marina Kojer. Sie ist die Begründerin der Palliativen Geriatrie. Kojer und ihr Team im Geriatriezentrum Am Wienerwald lebten diesen Ansatz praktisch vor und entwickelten ein entsprechendes Sorgekonzept.

Ich beschäftige mich seit 1997 mit der Frage, wie in der Altenpflege der hospizlich-palliative Ansatz nachhaltig verwirklicht werden kann. Im Rahmen des Bundesmodellprojekts 'Hospizbüro' (1997-2000) entwickelte und erprobte ich z. B. ein Konzept 'zur Verbesserung der Situation sterbender Menschen in vollstationären Pflegeeinrichtungen'. Das von mir 2004 unter dem Dach des Berliner UNIONHILFSWERK gegründete Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie (KPG) setzt den hospizlich-palliativen Ansatz für Hochbetagte im Sinne von Bildung und Organisationsentwicklung über verschiedene Teilprojekte im deutschsprachigen Raum um.


 
Startseite       Kontakt       Impressum       Datenschutz