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Palliative Geriatrie geht alle an!
 
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Veränderungen beginnen zuerst bei uns selbst. Doch braucht es im Bereich der Palliativen Geriatrie und Altershospizarbeit auch die Mitwirkung aller an der Betreuung hochbetagter und sterbender Menschen Beteiligten: Neben Pflegenden, ÄrztInnen und TherapeutInnen sind das Angehörige und Nahestehende genauso wie ehrenamtliche Tätige und das nachbarschaftliche Umfeld der Organisationen und Einrichtungen, die hochbetagte und sterbende Menschen versorgen.

Heute müssen sich gute Organisationen und Einrichtungen in ihrer Qualitätsbeschreibung an der Frage messen lassen: Ist dies ein Ort, wo Menschen weitestgehend unbeschwert bis zuletzt leben und in Würde sterben können? Die Auseinandersetzung mit dem hospizlich-palliativen Ansatz für alte Menschen erfordert von allen die Bereitschaft, neu zu denken und zu handeln, besonders in etablierten Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen. Es gilt, mit Mut und Empathie eine bewusste Sorgekultur zu gestalten und somit die Haltung für ein gutes Miteinander zu stärken.

Auf die fortschreitende Multimorbidität alter Menschen, die Besonderheiten in der Betreuung von Menschen mit Demenz und die individuellen Bedürfnisse Sterbender müssen Organisationen differenziert reagieren. Im Interesse aller Beteiligten ist eine offene, ehrliche Kommunikation und Reflexion unbedingte Arbeitsgrundlage. Dazu gehören neben regelmäßiger Bildung auch (Fall)Gespräche sowie geeignete Leitlinien und Arbeitshilfen. Es geht um die Fragen:

  • Wie lässt sich das Lebensende von Menschen gestalten, die hochbetagt oder von einer Demenz betroffen sind?
  • Wie können Organisationen und Einrichtungen, die Betreuungs- und Wohnformen gestaltet sein, um diese Veränderungen gut aufzufangen?
  • Wie kann der hospizlich-palliative Ansatz die Herausforderungen in der Betreuung hochbetagter und sterbender Menschen fördern und stärken?
  • Welche Hilfekultur ist zu entwickeln, um Menschen ein würdevolles Leben und Sterben in ihrem letzten Zuhause zu ermöglichen?

Fest steht: Nur ein konzeptioneller Konsens, strukturelle Entwicklungen auf allen Ebenen und weitgreifende, gezielte Kommunikations- und Bildungsanstrengungen führen zur Palliativen Geriatrie, zur Altershospizarbeit. Im Idealfall verändert dies die gesamte Organisationskultur und wirkt in ihrer vollständigen Umsetzung auf allen Ebenen, in allen Köpfen und Herzen. Es bedarf also einer Organisationsentwicklung, die sich im Sinne von aktiver 'Kulturarbeit' in der Gesamtorganisation vollzieht und dazu das gesellschaftliche, nachbarschaftliche Umfeld konsequent einbezieht.



 
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