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Nicht versorgen, füreinander sorgen.
 
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Palliative Geriatrie und Altershospizarbeit gehen weit über das herkömmliche Verständnis von 'Versorgung' hinaus. Gemeint ist eine (Sorge)Kultur, in der die Beziehungen und Bezogenheiten zwischen Betroffenen und Helfenden im Vordergrund stehen. Was zeichnet eine hospizliche und palliative Kultur aus?

Bildung und Organisationsentwicklung. Haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen erweitern ihre Kompetenzen und Fähigkeiten gezielt und sinnvoll. Zudem verändert sich die Organisation in ihrer Gesamtheit und richtet Strukturen, Abläufe und Kommunikationen konsequent am hospizlich-palliativen Selbstverständnis aus.

Kultur, Wissen und Haltung. Es gilt, eine empathisch-mitmenschliche Haltung zu fördern, eingerahmt von spezifischem Wissen und fachlichen Fähigkeiten, insbesondere aber ein gemeinsames Sorgeselbstverständnis, welches sich am Leitgedanken der 'Würde' orientiert. Ziel ist es, in allen Bereichen Kompetenzen und eine Kultur zu verankern, die es ermöglichen, Sterbende und deren Nahestehende fachlich und menschlich gut zu begleiten. Das erfordert die Verbindung von hospizlich-palliativer Haltung, Fachlichkeit und sozialer Bezugnahme.

Vorausschauend planen. Es gilt, das sogenannte 'Advance Care Planing' zu etablieren: Gemeinsam planen ÄrztInnen, Pflegende, PatientInnen und Nahestehende die medizinische und pflegerische Versorgung, vor allem für den Fall, dass der betroffene Mensch keine Entscheidungen mehr treffen kann.

Kulturarbeit ist Teamarbeit. Eine Grundvoraussetzung für die Umsetzung von Palliativer Geriatrie in Organisationen ist, dass nicht nur eine Berufsgruppe, z. B. Pflegende, beteiligt ist. Vielmehr sind die vielfältigen Bedürfnisse der Betroffenen Anlass, sich als interdisziplinäres Team zu begreifen, um Veränderungen gemeinsam zu gestalten. Das Alter und Sterben und deren individuelle Begleitung brauchen ein Team, dessen Mitglieder sich auf Augenhöhe begegnen und die wechselseitige Ergänzungsbedürftigkeit als Ressource für die Betroffenen wahrnehmen.



 
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